Imort genießt die Goldene Ananas

Rudern – Bundesliga: Steinhorster mit Pred8oars Vierter am zweiten Renntag bei Dortmund-Premiere

Dortmund. Goldgelb, saftig, zuckersüß: Merkmale einer Ananas. Auch wenn die Frucht im Sport allgemein als Zeichen für den bitteren vierten Platz gilt, so nahmen die Pred8oars das essbare Emblem schwer begeistert in Empfang.

Imort genießt die Goldene Ananas

Wir machen sie alle Ananas(s)! Die Pred8oars aus Leverkusen/Bonn mit dem Steinhorster Dominic Imort (hinten 4. v. l.) freuten sich riesig über den vierten Platz am zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga auf dem Dortmunder Phoenix-See. Die Crew belegt nun Rang fünf im Gesamtklassement. Foto: RBL

Denn mit der Goldenen Ananas für Rang vier konnte der Achter aus Leverkusen/Bonn mit dem Steinhorster Dominic Imort an Bord am zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga sehr gut leben.

Nach Platz sieben in Frankfurt nun die Steigerung bei der Premiere auf dem Phoenix-See, der neuen Grünen Lunge Dortmunds. Gut 10 000 sportbegeisterte Zuschauer strömten am Sonnabend zum Sprint-Spektakel der nationalen Elite und verwandelten das heutige Naherholungsgebiet zurück in seinen Ursprung: einen ehemaligen Hochofen…

Die Prachtkulisse animierte offenbar auch Imort und seine Crew zu Höchstleistungen über die 350 Meter-Strecke. Im einleitenden Zeitfahren waren nur drei Teams schneller als die Pred8oars. Mit dem Sieg im Achtel- und Rang zwei im Viertelfinale qualifizierten sich die Riesen vom Rhein für das Halbfinale gegen den Spitzenreiter Frankfurter RG Germania. Die Maschinen vom Main allerdings peitschten ihr Boot eine knappe halbe Sekunde schneller über das jungfräuliche Bundesliga-Gewässer in der Ruhrmetropole. Im kleinen Finale zogen Imort und seine acht Mitstreiter buchstäblich den Kürzeren gegen den Dole-Achter aus Hamburg: Hauchdünne vier hundertstel Sekunden – oder anders ausgedrückt zwei Zentimeter! – fehlten dem Steinhorster am Ende zum Sprung aufs Treppchen.
Die Enttäuschung darüber wich aber blitzartig der Freude über einen gelungenen Renntag in Dortmund. Schließlich erweise sich das deutsche Oberhaus zunehmend als „Haifischbecken“, erklärte auch Arne Simann von der Ruder-Bundesliga und ergänzte: „Die Qualität der nationalen Topcrews auf den 350 Metern ist sicherlich europäische, wenn nicht sogar Weltspitze.“

Im Gesamtklassement schob sich Imorts Ensemble hoch auf Position fünf. Auch in diesem Zusammenhang in Schlagdistanz zum Tabellendritten Hamburg. Eine gute Ausgangslage also für die drei weiteren Renntage. Als nächstes macht der Ruder-Zirkus am 2. August in der Kalksee-Arena in Rüdersdorf/Berlin Halt.

Einen leichten Auftrieb verspürte übrigens auch der Palmberg-Achter aus Lübeck. Der Hankensbütteler Ingo Tribian stand dieses Mal nicht im Kader. Sein Team erreichte Position elf auf dem Phoenix-See, stieg damit in der Tabelle aber nicht wie Phönix aus der Asche, sondern klebt weiter auf dem vorletzten Platz fest. – Von Ingo Barrenscheen

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 24. Juni 2014

24. Juni 2014 von rvgh.de
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