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Bundeswettbewerb in Hürth

Michael Friedrichs, Norman Bangemann, Yannick Boelsen, Mathis Schulze und Steuerfrau Inga Taake haben sich im Dopplevierer der Jungen Jahrgänge 1993/94 für den 38. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen qualifiziert. Damit vertreten sie in dieser Bootsklasse die Ruderjugend Niedersachsen bei der Regatta in Hürth bei Köln vom 29. Juni bis 2. Juli 2006. Bei der Langstrecke über 3000 Meter konnten sie in ihrer Abteilung einen zweiten Platz erreichen. Das war die fünftschnellste Zeit. Bei der Bundesregatta über 1000 Meter belegten sie dann in der ersten gesetzten Abteilung wieder den 5. Platz von insgesamt 18 Booten.

Peter Kluge: »Mal eben zur DM« und Vierter …

RVGH-Talent aus Glüsingen schrammt bei den Deutschen U17-Meisterschaften im Einer knapp am Treppchen vorbei

Essen/Hankensbüttel. Wo bitte liegt Hankensbüttel? Nicht nur der Stadionsprecher am Essener Baldeney-See schaute zweimal auf seine Starterliste, als der Finallauf bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften U17 in die heiße Phase ging. Denn genau in dieser schob sich Peter Kluge vom Ruderverein am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH) am vergangenen Sonntag immer weiter nach vorn, am Ende fehlte eine halbe Sekunde zum Sprung aufs Treppchen. »Das ist eine Drittel Bootslänge«, haderte Kluge. Doch die Freude bei dem 16-Jährigen über Platz vier überwiegte. Schließlich hatte er »die DM eben mal so mitgenommen«, meinte sein Trainer Thomas Krummel.

Sieg beim Landesentscheid 2004

Landesentscheid »Jugend trainiert für Olympia« in Hannover am 27./28. Juni 2004

In unserem Forum wurde ja schon darüber berichtet: der RVGH – als Gymnasium Hankensbüttel am Start – kann sich nach 2003 wieder über einen Sieg freuen.

Im Jungen-Doppelvierer mit Steuermann (Wettkampf III der Jahrgänge 1990-1992) siegten Matthias Friedrichs (90), Peter Kluge (90), Felix Schneck (90), Henning Schulze (90) und Steuermann Friedemann Schulze in 3:20 Minuten. Sie erreichten deutlich vor den Mannschaften Humboldtschule Hannover, Gymnasium Carolinum Osnabrück, Schillerschule Hannover und Ratsgymnasium Osnabrück als erste nach 1000 Meters die Ziellinie auf dem Maschsee.

Rudern – RVGH ehrt Lutz Petzold und Bernd Dralle

Von Pionieren und »Petzis« Premiere

Zwei Strahlemänner: Lutz Petzold (l.) und Bernd Dralle standen am Vormittag des Sommerfestes im Mittelpunkt.Hankensbüttel. Er ist und bleibt ein Ruderer mit Herz: Lutz Petzold, seit Freitagabend Ehrenvorsitzender des Rudervereins am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH), ließ es sich beim Sommerfest am Sonnabend nicht nehmen, der Jungfernfahrt des frisch getauften Gig-Doppelvierers höchstpersönlich als Steuermann beizuwohnen. Engagiert in vorderster Linie – ein Spiegelbild seines unermüdlichen und beispielhaften Engagements für den RVGH. Dass das eine von zwei neu erworbenen Prachtstücken auf den Namen »Petzi« getauft wurde – Anerkennung für 30 Jahre Pioniergeist für den Rudersport im Isenhagener Land.

Thomas Krummel, der den »treusorglichen Vater des RVGH« im Amt des Vorsitzenden beerbt hat, und seinen Stellvertreter Jens Breidenbach konnten diesen Enthusiasmus von Lutz Petzold, aber auch den seines Weggefährten Bernd Dralle – in diesem Jahr zum fünften Ehrenmitglied des Vereins ernannt – gar nicht genug würdigen. »Ohne Lutz würden wir nicht da stehen, wo wir sind«, so Breidenbach. Ob als Baumeister des inzwischen erblühten Vereinsgeländes am Elbe-Seiten-Kanal, Trainer, Initiator und Leiter von Auslands-Wanderfahrten oder schlichtweg als »Hausmeister« im Kampf gegen Bodenfrost und Mäuse: Petzold sei sich in den 28 Jahren als RVGH-Vorsitzender nie für etwas zu schade gewesen. »Es wäre öd’ an diesem Ort, ohne dich kein Rudersport«, reimte Bernd Dralle, ein Mann der ersten Stunde beim RVGH. Der Ehrenvorsitzende gab das Lob zurück.  »Ich habe alles von ihm gelernt«, sagte Petzold.

Keine Frage: Das neue Führungs-Tandem Thomas Krummel und Jens Breidenbach verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass ihre Vorgänger dem Verein weiter treu bleiben. Als kleinen Anreiz gab es selbstverständlich auch Präsente: Ein beleuchteter Skull in den vereinsfarben orange-blau für Lutz Petzold und ein Kissen mit RVGH-Emblem für Dralle. Kein Zeichen des Ruhestandes etwa, sondern ein Kissen zur Muße, um darüber nachzudenken, was noch alles in Angriff genommen werden kann, so Krummel.

Das Sommerfest war aber auch so etwas wie eine Geburtsstunde. Denn mit der Taufe des Gig-Doppelvierers »Petzi« und des Renndoppelvierers »Berserker« hat der RVGH einen großen Schritt hin zum Regatta-Rudern gewagt. Stein des Anstoßes seien die Erfolge bei »Jugend trainiert für Olympia« gewesen, meinte Krummel. Was fehlte, waren wettkampftaugliche Boote. Nur woher 20 000 Euro nehmen? »Wir haben Bettelbriefe verschickt«, erläuterte Krummel. Und tatsächlich: Der Topf wurde voller und voller. Dennoch drängte die Zeit. Krummel: »Wir sind das Wagnis aber eingegangen.« Wie heißt es doch so schön: Mögen »Petzi« und »Berserker« immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel haben.

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 18. August 2003
mit freundlicher Genehmigung von www.isenhagener-kreisblatt.de
Zwei Strahlemänner: Lutz Petzold (l.) und Bernd Dralle standen am Vormittag des Sommerfestes im Mittelpunkt. Foto: Barrenscheen