Julian Hawellek

Bereit für Berlin: RVGH rockt Regatta

Schüler-Wettbewerb in Hannover: Motivierte Hankensbütteler mit Top-Ergebnissen und Teamspirit

Aus Spaß wurde Ehrgeiz: Der Mix-Gigdoppelachter des RVG Hankensbüttel samt Osnabrücker Verstärkung düste der Konkurrenz über die 300 Meter-Kurzstrecke davon.

Hannover/Hankensbüttel. Diese Generalprobe kann mit Fug und Recht als gelungen bezeichnet werden: Der Nachwuchs des Ruder-Vereins am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH) holte sich jüngst bei der Schüler-Regatta in Hannover nicht nur den letzten Feinschliff beim letzten Test vor dem Herbstfinale bei Jugend trainiert für Olympia in Berlin, sondern zudem auch noch acht Siege bei 18 Starts!

Beim Veranstalter waren Meldungen aus ganz Niedersachsen eingegangen. Gewissermaßen ein Beschnuppern der Konkurrenz und erster Fingerzeig vor dem Höhepunkt in der Bundeshauptstadt in gut anderthalb Wochen. Die 20 Aktiven des RVGH jedenfalls hinterließen schon einmal eine eindrucksvolle Duftmarke.

Wobei für Henrike Brammer das Erlebnis vor dem Ergebnis stand: In ihrem ersten Wettkampf überhaupt bei den Mädchen 2006 und jünger war das Küken deutlich langsamer als die älteren Kontrahentinnen, aber es zählte der Erfahrungswert. „Es ist schon aufregend genug, allein mit dem Einer auf fremdem Gewässer an den Start zu gehen“, meinte Trainer Thomas Krummel.

Zukunftsträchtig sind in jedem Fall die Hankensbütteler Mädchen des Jahrgangs 2005. Clara Saucke legte – nach ihrem souveränen Sieg im Einer – mit den Teamkolleginnen Antonia Meyer, Justine von Campen, Emma Pickarski und Steuerfrau Vivian Hanke einen starken Auftritt im GigDoppelvierer hin. Der RVGH musste nur der momentan besten niedersächsischen Mannschaft ganz knapp im Endspurt den Vortritt lassen. Krummel freut sich: „Da baut sich eine Perspektive für die nächste Saison auf!“ Zudem setzten sich seine Schützlinge in den Mix-Gigdoppelachter. Gewissermaßen der „Tausendfüßler“ unter den Booten mit etwa 18 Meter Länge, Steuermann, acht Aktiven und 16 Skulls. Zusammen mit den beiden RVGH-Jungen Oliver Röpke und Hendrik Uwe Möhle sowie einem Duo aus Osnabrück gelang in diesem SpaßWettbewerb ein knapper Sieg über die sehr kurze Sprintdistanz von 300 Metern.

Die Zöpfchen-Crew hat wieder zugeschlagen: Souverän sicherten sich die RVGH-Jungen des Jahrgangs 2006 den Sieg in Hannover.

Zugeschlagen hat auch wieder die Zöpfchen-Crew: Johannes Weitz, Nils Zimmermann, Hauke Hawellek, Tim DreyerWinkelmann und Steuermann Elias Niefindt, die als markantes Markenzeichen ihre Haare drapieren, ließen bei den Jungen 2006 nichts anbrennen. Die Landessieger Jugend trainiert für Olympia 2018 beherrschten ihre zwei Gigdoppelviererrennen nach Belieben. „Nun muss der momentane Vorsprung gegenüber den Gleichaltrigen für die nächsten Jahre gehalten, besser ausgebaut werden“, verspricht sich Krummel einiges. „Die Motivation ist hoch.“ Beim Bonus-Programm im Mix-Gigdoppelachter, zusammen mit vier Mädchen aus Osnabrück sprang Platz zwei heraus.

Beachtliche Platzierungen auch bei den A-Junioren. Regatta-Debütant Daniel Weise und sein Partner Julius Heers setzten sich im Schülerdoppelzweier (Jahrgang 2000/01) deutlich durch. Im Juniorendoppelzweier landeten Lorenz Ernst/Jan-Niklas Falke gegen die deutlich stärkere Konkurrenz im Mittelfeld. Der gemeinsame Start im Juniorendoppelvierer mit Steuerfrau Miriam Schmidt endete nach 1000 harten Metern mit dem Silberrang. Das Quartett probierte sich zudem noch im technisch anspruchsvolleren Gig-Riemenvierer und musste mit Rang drei im Fünfer-Feld Vorlieb nehmen.

Absolut erfreulich und teils unerwartet auch das Abscheiden bei den Mädchen. Susanne Krummel dominierte die Einer-Konkurrenz (2000/01) deutlich gegen die Konkurrenz aus Kassel und triumphierte auch mit Miriam Schmidt, Jüngste im Feld, im Doppelzweier. Letzterer liegt allerdings die 500-Meter-Kurzstrecke nicht: Schmidt ließ sich trotz Führung kurz vor dem Ziel noch überholen. Mittelfeldplätze gab es obendrein noch für Mats Ole Blaue bei den B-Junioren und die 2005er-Jungen Oliver Röpke und Hendrik Uwe Möhle im Doppelzweier.

Krummels absolut positives Fazit: „Wir haben momentan über mehrere Jahrgänge verteilt sehr motivierte und leistungsbereite Aktive, die zum Wettkampf ihre Leistungsfähigkeit abrufen können und auch wollen. Und das Gruppenfeeling passt auch – eine große Familie!

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 15. September 2018

Frisch frisiert zum Niedersachsentitel!

Rudern – Landesentscheid Jugend trainiert für Olympia: RVGH-Vierer glänzen mit Platz eins, zwei und vier in Hannover

Eine starke Gemeinschaft – mit Zopf-Markenzeichen… Der Ruderverein am Gymnasium Hankensbüttel nahm mit insgesamt 15 Talenten an der Regatta und dem Landesentscheid in Hannover teil.

Hankensbüttel/Hannover. Die Schlechten ins Kröpfchen, die Guten haben Zöpfchen… Mit markanter (und eigentlich nicht windschnittiger…) Frisur rasierten die Jungen des Jahrgangs 2006 vom Ruderverein am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH) am Montag in Hannover beim Landesentscheid Jugend trainiert für Olympia die Konkurrenz im Vierer-Wettbewerb und sicherten sich den Niedersachsentitel! Das unverhofft starke Gesamtergebnis für den hiesigen Rudernachwuchs wurde durch den zweiten Platz der 2005er-Mädchen und Rang vier für die 2005er-Jungen komplettiert.

Trainer Thomas Krummel zeigte sich mächtig stolz auf seinen Tross. Einerseits natürlich auf die Landessieger des 2006er-Jahrgangs, die mit dem Erfolg wenige Wochen zuvor in Kassel schon einen Fingerzeig gegeben hatten. „Sie haben alles gerockt.“ Sowohl die zwei Rennen bei der am Sonntag vorweggeschickten Schüler-Regatta des niedersächsischen Ruderverbandes als auch die zwei JTFO-Läufe gewannen die Hankensbütteler mit souveränem Vorsprung. Und einem „Markenzeichen“, grinste Krummel. Tim Dreyer-Winkelmann, der auch im Einer am Sonntag haarscharf triumphierte, hatte in Kassel die Idee gehabt, mit einem Zöpfchen ins Boot zu steigen. Seine Teamkollegen Elias Niefindt (Steuermann), Johannes Weitz, Nils Zimmermann, Hauke Hawellek sprangen direkt auf und demonstrierten damit „mannschaftliche Geschlossenheit. Das war gewissermaßen Identitäts-stiftend“, meint der RVGH-Coach. Letztlich standen aber der geschlagenen Konkurrenz die Haare zu Berge…

Anfeuern vom Steg aus: Die Hankensbütteler unterstützten sich gegenseitig bei den 500 Meter-Rennen.

Noch beeindruckter war Krummel aber von den zwei anderen RVGH-Vierern in Hannover. Die 2005er-Mädchen mit Vivian Hanke (Steuerfrau), Justine von Campen, Antonia Meyer, Clara Saucke und Emma Pickarski verausgabten sich völlig und liefen unverhofft als Zweiter ins Ziel nach 500 Metern. Auch Rang vier für die männlichen Jahrgangskameraden Jonah Reinecke, Oliver Röpke, Hendrik Uwe Möhle und Mathis Lüschow (Vivian Hanke war wieder Steuerfrau) war angesichts der großen 15er-Konkurrenz aller Ehren wert. Zumal beide Bootsbesatzungen „ziemlich kurzfristig“ entstanden seien, unterstrich Krummel. Er hatte gewissermaßen „vier Karteileichen“ reaktiviert, damit Hankensbüttel mit drei Vierern – so vielen wie lange nicht mehr beim Landesentscheid – an den Start gehen konnte.

Diesen tollen Erfolg zu konservieren und die Kinder „bei der Stange zu halten“, sei nun seine Aufgabe, so Krummel. „Das Gruppen-Gefüge ist sehr gut.“ Das zeigten auch Mats Ole Blaue, Susanne Krummel und Miriam Schmidt, die ebenfalls mit in

Hannover waren und sich nach ihren Sonntags-Rennen als Helfer und Mädchen für alles verdient machten. Der RVGH empfängt aber jederzeit Neuzugänge mit offenen Armen.

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 21. Juni 2018

Wimpernschläge: RVGH glänzt gegen unbekannte Gegner

Rudern: Sieben Nachwuchskräfte erzielen beim 19. Tangermünder Hafensprint gute Ergebnisse

red Hankensbüttel. Im Osten was Neues… Erstmals ging der Ruderverein am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH) jüngst beim 19. Tangermünder Hafensprint an den Start. Gewissermaßen der Aufbruch zu neuen Ufern respektive „eine Öffnung hin zu anderen Regattaplätzen“, erklärte Trainer Thomas Krummel.

Ideale Ruder-Bedingungen: Das windgeschützte Hafenbecken in Tangermünde ermöglichte den RVGH-Startern Mats-Ole Blaue (kl. Foto, von links), Lorenz Ernst, Jan-Niklas Falke, Julius Heers, Susanne Krummel, Johanna Schiller und Miriam Schmidt gute Leistungen.

Der Tangermünder Ruderverein würde mit dieser Veranstaltung geradezu ideale Voraussetzungen für eine Sprintregatta bieten. 500 Meter Hafenbecken, windgeschützt, keine Strömung, beste Zuschauermöglichkeiten, gute Infrastruktur und dazu eine freundlich-familiäre Atmosphäre. „Und natürlich gab es auch starke, aber bisher unbekannte Gegner“, nannte Krummel einen weiteren positiven Aspekt. Die Kontrahenten kamen wegen der zentralen Lage Tangermündes aus weiten Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Der RVGH war mit sieben Aktiven in neun Rennen am Start: Zum Auftakt sicherten sich Lorenz Ernst und Jan-Niklas Falke den Sieg im A-Junioren Riemenzweier in einem furiosen Rennen knapp vor Wittenberg. Gleichbedeutend mit dem ersten Triumph überhaupt für eine RVGH-Crew in dieser technisch anspruchsvollen Bootsklasse. „Jeder Ruderer hat nur einen Riemen: Die Balance zwischen den beiden Seiten fällt also deutlich schwerer als im Skullboot“, erläuterte Krummel. Diese Erfahrung machten auch die zwei Hankensbütteler: Auf den ersten 300 Metern hatten sie einen Vorsprung von gut einer Bootslänge herausgearbeitet, doch dann blieb bei einem Schlag das Blatt im Wasser hängen. Wittenberg schloss nahezu auf, wurde jedoch vom RVGH knapp in Schach gehalten werden. Minimale 53/100 Sekunden Vorsprung reichten für den Sieg. Im Doppelzweier der A-Junioren fochten dieselben Mannschaften erneut Platz eins aus. Ernst/Falke setzten sich abermals mit einem Wimpernschlag (40/100 Sekunden) durch. Im späteren Einer-Rennen hatte FastLeichtgewicht Lorenz Ernst gegen seine schwergewichtige Konkurrenz keine Reserven mehr und wurde Dritter.

Bei den B-Juniorinnen wurde die Szene dominiert von einer Zweiermannschaft aus Burg, gegen die die Hankensbütteler Susanne Krummel und Johanna Schiller keine Chance hatten. Immerhin ließen sie ein Boot aus Torgau deutlich hinter sich. Im Einer-Rennen wollte Susanne Krummel dann den Spieß umdrehen gegen die starke Rivalin aus Burg, die im Vorjahr die lupenreine Bilanz von 21 Siegen bei 21 Starts erreicht hatte. „Aggressiv von Anfang an“, lautete die Devise im RVGH-Lager. Im Schlussspurt hatte die Burgerin mehr Körner, hatte gegen das hiesige Talent aber alles andere als eine Spazierfahrt erlebt. Bei den B-Junioren startete Julius Heers im Einer und zusammen mit Mats Ole Blaue im Doppelzweier. In beiden Rennen landeten die Hankensbütteler im Mittelfeld. Zusammen mit Susanne Krummel setzte sich Julius noch in den Mix-Doppelzweier – Rang zwei im Vier-Boote-Feld. Das letzte Rennen für den RVGH bestritt Miriam Schmidt im Mädchen-Einer (14 Jahre und jünger). Gegen körperlich überlegene Konkurrenz aus Bernburg und Zschornewitz musste sie sich mit dem dritten Platz begnügen.

Coach Krummel zog insgesamt ein zufriedenes Fazit: „Die Fahrt nach Tangermünde als Auftakt für die Herbstregattasaison hat sich sehr gelohnt. Wenn es terminlich passt, wollen wir auch gern 2018 mit dabei sein.“

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 06. September 2017

RVGH verkauft sich gut beim XXL-Event

Rudern – 49. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen: Hankensbütteler Quintett trotz Trainings-Defizits auf Augenhöhe

Hankensbüttel. Die Eindrücke: überwältigend! Die Ergebnisse: angesichts der suboptimalen Vorbereitung absolut zufriedenstellend.

Durchnässt, aber glücklich: das RVGH-Quintett mit Kiara Müller (v. l.), Miriam Schmidt, Steuerfrau Johanna Niefindt, Mattis Wiemer und Mats Weiffenbach. Die Hankensbütteler erlebten über die 1000 Meter ein knappes Rennen.

Fünf Nachwuchshoffnungen des Rudervereins am Gymnasium Hankensbüttel (RVGH) starteten am vergangenen Wochenende beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel. Beim XXL-Event – praktisch die deutsche Meisterschaft der 12- bis 14-Jährigen – legten sich 1070 Teilnehmer in 442 Booten mächtig in die Riemen.

Für den Bundeswettbewerb hatte sich das RVGH-Quintett über den Landesentscheid qualifiziert. Jede Landesruderjugend kann in 22 verschiedenen Rennen bis zu zwei Boote nominieren. Daher auch die riesigen Dimensionen bei der 49. Auflage des Traditions-Wettbewerbs.

Alle Aktiven mussten auf der internationalen Regattastrecke gegen widrige Begleitumstände ankämpfen: Es war kalt, regnerisch und windig. „Nicht unbedingt die Bedingungen, die man vom Elbe-Seitenkanal gewohnt ist“, meinte Hankensbüttels Coach Thomas Krummel. Dennoch sei es eine aufregende Erfahrung gewesen, die sie nicht missen möchten, erklärten ihm seine Schützlinge im Anschluss. In der Besetzung Mattis Wiemer, Miriam Schmidt, Kiara Müller, Mats Weiffenbach und Steuerfrau Johanna Niefindt ging der RVGH im Mix-Doppelvierer (13/14 Jahre) beim nationalen Schlagabtausch ins Rennen. Durch ihre Zeit auf der Langstrecke (3000 Meter gegen die Uhr) schafften es die hiesigen Talente ins D-Finale am Sonntag über die 1000 Meter.

Dort machte sich dann „bemerkbar, dass gemeinsame Trainingskilometer fehlten“, registrierte Krummel. Der RVGH hatte die Mannschaft erst Anfang Juni zusammengestellt und konnte aus vielerlei Gründen kaum trainieren. „Dafür ist sie aber vergleichsweise gut zusammengewachsen“, befand der Trainer. Für spontane Spurts etwa fehlte jedoch die gemeinsame Erfahrung. Das zeigte sich über die 1000 Meter, als die Hankensbütteler den Gegner aus Baden-Württemberg (Nürtingen) ganz knapp vorbeiziehen lassen mussten.

Da die finalen Sechserläufe nach den Zeiten des Langstreckenrennens zusammengestellt wurden, trafen die Teams in etwa auf gleichstarke Rivalen. Dementsprechend eng ging es zu. Die zwei hessischen Mixed-Vierer kamen letztlich mit knapp einer Länge Vorsprung vor Nürtingen und dem RVGH-Vierer ins Ziel.

In Anbetracht der geringen Trainingszeit hätte sich die Hankensbütteler Crew gut verkauft, bilanzierte Krummel. „Mit dem Ergebnis können Mannschaft, Trainer, aber auch die Niedersächsische Ruderjugend sehr zufrieden sein.“ Der RVGH fuhr in Brandenburg auch in den roten Niedersachsentrikots. Abends bei der Siegerehrung ergab sich so ein kunterbuntes Bild.

Zum Bundeswettbewerb gehörte übrigens auch noch eine Zusatzdisziplin. Dabei wurden allgemeinsportliche Fertigkeiten und Kenntnisse über Bootskunde und Ruderwettkampfregeln gefordert. Netter Nebeneffekt: Es entstehen Kontakte zu Gleichaltrigen, „die lange halten können“, hat Krummel bei schon älteren Aktiven auf anderen Regatten beobachtet.

Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 07. Juli 2017